{"id":587,"date":"2017-11-21T15:53:55","date_gmt":"2017-11-21T15:53:55","guid":{"rendered":"http:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/?p=587"},"modified":"2017-11-21T16:37:56","modified_gmt":"2017-11-21T16:37:56","slug":"von-kambodscha-nach-vietnam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/?p=587","title":{"rendered":"Von Kambodscha nach Vietnam"},"content":{"rendered":"<p>Der Abschied von Koh Rong und unserem Baumhaus fiel uns nicht leicht. Vor allem als wir mit dem Boot wieder am Pier in Sihanoukville ankommen und dort wieder eine Hektik herrscht, der M\u00fcll an der Stra\u00dfe stinkt und wir durch Abfall und Matsch zu unserer Unterkunft laufen, sehnen wir uns zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Aber wir haben ja nur vor hier eine Nacht zu verbringen. Angekommen in der Pension organisiert uns der italienische Gastgeber unseren Weitertransport mit dem Bus nach Vietnam und die F\u00e4hre zu unserem Ziel: Phu Quoc. Angegebene Reisedauer 4,5 Stunden f\u00fcr die 147 km per Bus und die \u00dcberfahrt zur Insel.<\/p>\n<p>Den Abend verbringen wir mit Clement und Katherina &#8211; einem Franzosen und einer Russin (@meine M\u00e4dels: ich habe nun eine Ansprechpartnerin f\u00fcr unser St. Petersburg Reise n\u00e4chstes Jahr &#x1f609;).<\/p>\n<p>Die Beiden arbeiten momentan als Tauchlehrer und in einem Resort auf Koh Rong. Clement hat Geburtstag und deshalb haben sich die beiden eine Nacht am Festland geg\u00f6nnt &#8211; wie wir, sehnen sie sich nach einer funktionierenden, warmen Dusche und etwas Komfort zur Feier des Tages. Bei ein paar Anchor Bier, tauschen wir bis sp\u00e4t in die Nacht Reisegeschichten aus und erfahren, dass die beiden seit Jahren immer wieder ihre Heimat verlassen, um die Welt reisen und dort arbeiten. Ob in Kroatien, Malaysia oder Madagaskar &#8211; die Zwei haben viel spannendes und lustiges zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Nacht werden wir p\u00fcnktlich um 7.15 Uhr mit dem Minivan von zwei kambodschanischen Jungs Mitte zwanzig abgeholt. Nachdem das \u00fcbliche Einsammeln aller Mitfahrer abgeschlossen ist, geht es dann endlich los Richtung Grenze &#8211; denken wir.<\/p>\n<p>Zwischendrin halten wir an, der Fahrer springt raus und ein anderer rein. Wenig sp\u00e4ter halten wir dann in &#8222;Kempot&#8220;. Hier steigen nochmals Touristen zu &#8211; mit viel zu viel Gep\u00e4ck. Die Sitze werden umgeklappt, das Gep\u00e4ck aufeinander gestapelt und wir alle reingepresst.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Stopp dann in &#8222;Kep&#8220;. Nun m\u00fcssen wir alle aussteigen. Wieso, weshalb, warum &#8211; sagt uns keiner. Nach 20 Minuten sollen zwei Estl\u00e4nder, Maddis und ich dann mit einem Tuk-Tuk weiter zur Grenze fahren.<\/p>\n<p>&#8222;Ernsthaft?! Wie sollen wir denn zu viert mit jeweils gro\u00dfen Backpacks dahin fahren?! Und warum nicht mit dem Bus?! Und warum eigentlich wir und nicht die Anderen?!&#8220; Wir bekommen nicht wirklich eine Antwort. Angeblich w\u00fcrde das jetzt schneller gehen und die Grenze w\u00e4re jetzt nur noch 20 Minuten weit weg. &#8222;Dahinter wartet dann wieder ein Minivan&#8220;, sagen sie uns. Und so klemmt sich der Fahrer meinen Koffer zwischen die Beine, wir zw\u00e4ngen uns in sein Vehikel und weiter geht es.<\/p>\n<p>An sich ist die Fahrt vorbei an Reis und Pfeffer ganz sch\u00f6n &#8211; doch die 50 (!) Minuten \u00fcber holprige Wege ziehen sich. Nachdem wir kurz im Matsch stecken bleiben und der Fahrer den Motor mit Fluss-Wasser abk\u00fchlen muss, erreichen wir die Grenze.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst reisen wir aus Kambodscha aus. Kurze Passkontrolle, Fingerabdr\u00fccke, Foto und dann bekommt man Ausreise-Stempel. Zu Fu\u00df laufen wir dann r\u00fcber zur vietnamnesischen Grenze, von der wir schon einige Geschichten \u00fcber Korruption geh\u00f6rt hatten. Ein (nicht-uniformierter) Typ verlangt unsere P\u00e4sse und nimmt diese mit. Wir f\u00fcllen derweil ein Formular \u00fcber unseren Gesundheitszustand aus und m\u00fcssen daf\u00fcr je 1 Dollar zahlen. Mit einem angeblichen W\u00e4rmethermometer (wirkte auf uns wie ein Laserpointer), wird noch an der Handfl\u00e4che getestet ob wir Fieber haben. Das Ganze wirkt sowas von komisch, aber hey &#8211; wir haben keine andere Wahl als das alles mitzumachen.<\/p>\n<p>Wir warten mit ein paar anderen Touristen vor dem Schalter der zwei Grenzbeamten. Dann winkt uns der Typ in seiner Jogginghose und Adiletten, dem wir zuvor die P\u00e4sse gegeben hatten, mit nach drau\u00dfen und h\u00e4ndigt uns die P\u00e4sse samt Einreisestempel aus. Kein Grenzbeamter hat uns je wirklich zu Gesicht bekommen. Aber so l\u00e4uft das hier wohl. Zu unserer \u00dcberraschung will der Typ daf\u00fcr nicht mal was von uns. Wir denken mal er war von der Reiseagentur. Egal, wir haben unseren Stempel und d\u00fcrfen 15 Tage im Land bleiben.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wartet da auch schon wieder ein Van auf uns, der uns mitnimmt und wenig sp\u00e4ter in &#8222;Ha Tien&#8220; wieder alle rauswirft.<\/p>\n<p>Langsam sind wir wirklich angenervt. Es ist mittlerweile 12.30 Uhr und wir sind schon die angegebenen 4:30 unterwegs. Wieder einmal wird uns nur auf Nachfrage mitgeteilt, dass uns ein Bus abholen w\u00fcrde und zur F\u00e4hre bringt die um 13.30 Uhr ablegt. Um 13.10Uhr\u00a0 kommt tats\u00e4chlich wieder ein Auto, beim durchz\u00e4hlen der Passagiere f\u00e4llt aber auf, dass wir zu viele sind. &#x1f644;<\/p>\n<p>Die erste Fuhre f\u00e4hrt also los und wir warten und hoffen, dass wir es noch rechtzeitig zur F\u00e4hre schaffen. Um 13.28 Uhr kommt der Fahrer wieder angebraust. Wir steigen schnell ein, er heizt los, hupt alles aus dem Weg und wir erreichen um 13.38 die F\u00e4hre die schon losgeleint ist. Wir legen einen Sprint ein und springen noch an Bord! Puh, dass war knapp!<\/p>\n<p>Bei der fast zweist\u00fcndigen \u00dcberfahrt auf die Insel haben wir Zeit runter zu kommen und \u00fcber diese chaotische Fahrt schon wieder zu lachen.<\/p>\n<p>Bei sch\u00f6nstem Wetter erreichen wir nach fast 8 Stunden endlich Phu Quoc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abschied von Koh Rong und unserem Baumhaus fiel uns nicht leicht. Vor allem als wir mit dem Boot wieder am Pier in Sihanoukville ankommen und dort wieder eine Hektik herrscht, der M\u00fcll an der Stra\u00dfe stinkt und wir durch Abfall und Matsch zu unserer Unterkunft laufen, sehnen wir uns zur\u00fcck. Aber wir haben ja [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":""},"categories":[7,4],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9ez05-9t","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/587"}],"collection":[{"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=587"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":589,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/587\/revisions\/589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fraeulein-meise-auf-reise.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}